Autor: Christof
Datum: 17.10.10 21:00
Ein Verein betreibt einen Second Hand Laden als wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Waren werden ausschließlich durch Kleidersammlungen gespendet, angenommen und zu günstigen Preisen weiter verkauft. Dafür beschäftigt der Verein Personal und hat einen Laden angemietet.
Der Laden besteht inzwischen seit über fünf Jahren. Die Einnahmen decken die Miete ab, nicht jedoch die Personalkosten.
Frage 1: Ist dies bzgl. der Gemeinnützigkeit unschädlich?
Das ganze Projekt ist bewußt als diakonischer Arbeitsbereich aufgezogen, um einkommensschwachen Personen zu helfen. Allerdings kann theoretisch jeder in dem Laden einkaufen. Ein Nachweis wird nicht verlangt.
Da der Laden nun aus allen Nähten platzt, soll ein noch größeres Ladenlokal angemietet werden. Hier wären zunächst Umbaumaßnahmen von ca. 80.000€ nötig.
Frage 2: Ist es möglich, hierzu Spenden aus dem ideellen Bereich ‚auszuleihen‘ , um nicht einen Kredit bei einer Bank aufnehmen zu müssen, was evtl. sogar mangels Sicherheit nicht möglich sein wird?
Meine Frage fußt auf der Kenntnis, dass man mit einem Unternehmen innerhalb 5 Jahre Gewinne erzielen sollte, damit das Finanzamt nicht Liebhaberei unterstellt. Zudem ist ja hier auch die Tatsache, dass ein ‚Verlust‘ bedeutet, dass Spendengelder für einen wirtsch. Geschäftsbetrieb verwendet werden. Sollte ich richtig liegen mit meiner Befürchtung, bin ich dennoch an einem Lösungsvorschlag für die Situation interessiert.
Vielen Dank
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